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Die Psyche

 

können wir vereinfacht definieren als die Welt der Gedanken, Gefühle und Glaubenssätze.
 


Sie bestimmt nicht nur unseren Charakter und unsere Persönlichkeit, sondern sie kann wie ein Projektor (Videobeamer) betrachtet werden, der die inneren Filme (eben Gedanken und Gefühle) an eine Leinwand projiziert. (Wie Innen - so Außen)

 

Die Leinwand wäre nach dieser Metapher unsere uns umgebende Außenwelt, welche wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können (einschließlich des eigenen Körpers)
 


Gedanken und Gefühle erschaffen demnach durch Entsprechung unsere Außenwelt.
Jeder Mensch dem wir begegnen, jedes Tier, dass bei der Autofahrt die Straße quert und auch unsere gesamte aktuelle Lebenssituation wird so als resonantes Abbil
d unserer eigenen Psyche erzeugt. 

Eine Frage, die hier sofort auftauchen könnte:

 

Warum erscheint nun nicht sofort ein rosa Elefant in der Aussenwelt, wenn man nun an diesen denkt?

 

Das ist dadurch zu erklären, dass die Projektion von Innen nach Außen erstens mit Zeitversatz geschieht und zweitens ein Gedanke besonders stark aufgeladen sein muss, um sich in die materielle Welt ausdrücken zu können. 

 

Der Materialisationsprozess verläuft also träge und benötigt viel Energie, die durch emotionsbasierte Aufladung geschieht. Sie beschleunigt sich aber erfahrungsgemäß in der eigenen seelischen Entwicklung, bis möglicherweise ein Punkt erreicht ist, wo es zu einer Direktangleichung von Innen und Außen kommt. 

 

Ähnlich, wie man es von luziden Träumen kennt, in denen man mit einem Augenzwinkern völlig neue Welten erschaffen kann.

 

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entspricht in diesem Kontext unserem wahren Ursprung, also unserer eigentlichen Identität jenseits vom menschlichen Dasein als Person mit fiktiver Lebensgeschichte.

 

Während durch Verdrängungsprozesse aus traumatischen Erfahrungen, sehr schmerzvolle Gefühle aus dem bewussten Erleben "hinunter" in das in diesem Moment frisch entstehende Unterbewusstsein gedrängt werden, findet parallel dazu eine geglaubte Aufspaltung unseres wahren Selbst statt, wodurch die Persönlichkeit erzeugt wird. 
 


So beginnt das getrennte Erleben von Ich und Umwelt durch die Maske der Persönlichkeit (lat. per sonare = durchtönen).

Plötzlich gibt es ein "eigenes Leben" mit der Vor-stellung von Zukunft und Vergangenheit und statt einem Gefühl für die eigene Unsterblichkeit und die Verbundenheit von Allem regieren nun die Angst vor dem Tod, Schuldgefühle und das zentrale Selbstwertthema, da man glaubt nicht angenommen/gut (abgeleitet von God = Gott) zu sein.
 


Dadurch wird dementsprechend Lebensenergie in einer künstlichen und angespannten Persönlichkeitsstruktur gebunden, die sich durch kräftezehrendes Verdrängen der schmerzvollen Ursprungstraumata in fortwährenden Gedanken- und Handlungsschleifen am Leben erhält.

 Das Verdrängen geschieht über unsere "liebgewonnenen" Gewohnheitsmuster und kompensatorischen Aktivitäten, da wir gelernt haben durch sie oberflächlich Entspannung herbeiführen zu können. Das kann lange aber nicht bis ins unendliche getrieben werden, da sich alles irgendwann einmal erschöpft.

So muss man immer mehr konsumieren und tun, um die vermeintliche Entspannung aufrechtzuerhalten, während das Unbewusste immer stärker an die Oberfläche des Bewusstseins drängt. Für das künstliche Ich wird damit ein stetig neuer Impuls zum Betätigen des eingefahrenen Reiz-Reaktionsmusters geboten.

Damit etablieren sich in unserem Leben sich selbst verstärkende Kreislaufbewegungen (manche nennen sie Rückkopplungen oder Teufelskreise), die damit auch unsere getrennte Ich-Wahrnehmung am Leben erhalten, und mit jeder gedrehten Schleife stärker und immer fester zu werden scheinen. Ein Suchtverhalten ist entstanden, das eigentlich die Suche nach dem Angenehmen und das Wegsteuern vom Unangenehmen ausdrückt.

 

(Dieses Energiephänomen wird möglicherweise übrigens auch durch die Zahl 6 symbolisiert, die diese Bewegung des Bewusstseins von Oben herab in eine sich eindrehende Schleife beschreibt, jedoch irgendwann zwangsläufig in einer Herausdrehung (in der Zahl 9) ihr Ende findet

 

Grafisch und im Zeitverlauf dargestellt gab es also nie eine wirkliche Kreis- sondern nur eine Spiralbewegung)
 


Ab irgendeinem Punkt in der Entwicklung, beginnt aber unvermeidbar der sogenannte innere Beobachter in fortschreitendem Maß zu erwachen. Dieser stellt eine Art Superposition außerhalb der wahrnehmbaren Welt der Formen und Objekte dar, welcher sich selbst als unabhängig von allen im Bewusstsein auftauchenden Erscheinungen inklusive der künstlichen Ich-Identifikation erkennt.

Es entsteht ein innerer Abstand, sodass Gedanken und Gefühle als vergängliche Erscheinungen in einem ein-zigen und ewigen Moment erkannt werden.

 

Die nun sichtbar werdende Tatsache, dass die vormals als Ich wahrgenommene Persönlichkeit auf einer Illusion beruht, lässt auch Erkennen, dass jedes Leiden, damit auch jede Krankheit, auf einem Ich-basierten, anspannenden Widerstand gegen die unerwünschten Gefühle beruht.

 

 

Zeitgleich wird auch die Differenz von Innen- und Außenwelt als Illusion erkannt.

Der Drang nach Ent-wicklung aus der dualitätsbasierten Matrix der Ich-Vorstellung heraus, lässt die Fähigkeit zum weiteren Verdrängen nun schwinden. Spannungsfelder beginnen sich durch ihre vermehrte Beobachtung und steigende Akzeptanz zu lösen, so dass mehr und mehr aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche des Bewusstseins treten kann. 

 

Und wenn nun irgendwann nichts mehr im Unbewussten liegt:

 

 gibt es nur mehr Bewusstes..
 

 

 


Und das ist dann eigentlich auch mit Selbstliebe gemeint:

 

Die urteils- und widerstandsfreie Annahme aller eigener Wesensanteile.

Aus einer künstlichen Spaltung von Bewusstem und Unbewusstem ent-wickelt sich so, durch die Auflösung des Unterbewusstseins, wieder das vollumfängliche bewusste Sein.

 

 


Letztendlich wird also alles wieder gut/Gott.

(Und ist es auch jetzt schon ; - )

Das Bewusstsein

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